Ditzinger Degenfechter enttäuschen im Deutschlandpokal

In der Drittrunden-Begegnung gegen Heidenheim fehlt der TSF-Equipe das nötige Tempo und die Degenfechter der TSF Ditzingen verpassten daduch das Achtelfinale im Deutschlandpokal. Gegen die Mannschaft des Heidenheimer SB unterlag das TSF-Quartett am Freitagabend mit 32:45 Treffern.

Fechten Deutschlandpokal Herrendegen 32er-K.o.: TSF Ditzingen (Anton Kheifets, re.) vs. Heidenheimer SB (Rainer Schünke, li.)

Trainer Laszlo Kovacs machte nach der Niederlage keinen Hehl daraus, dass er von der Leistung seiner Mannschaft enttäuscht war: „So kann man das nicht fechten. Da war viel zu wenig Tempo drin.“ Begonnen hatte der Kampf vor etwa 50 Zuschauern in der Ditzinger Stadthalle, darunter auch zwei prominente Schlachtenbummler des HSB, am Freitagabend noch einigermaßen ausgeglichen. Fabian Heuer verlor das erste Teilgefecht gegen Thomas Niess mit 4:5 Treffern, Anton Kheifets setzte gegen Rainer Schünke zunächst zwei Treffer, doch dann stellte sich der Heidenheimer besser auf den Ditzinger ein und baute den Zwischenstand auf 7:10 für die Gäste aus, die mit drei Linksfechtern in Ditzingen angetreten waren. Der einzige Rechtshänder im HSB-Team war Ersatzmann Jannis Blank, der aber nicht eingewechselt wurde. Simon Greul, der einzige Linkshänder im Ditzinger Aufgebot, hielt den Abstand gegen Roland Lohmiller konstant und übergab ein 12:15.

Im zweiten Durchgang aber gerieten die TSF-Fechter zusehends ins Hintertreffen. Kheifets musste Niess auf 15:20 davonziehen lassen, 19:25 stand es nach dem Duell zwischen Fabian Heuer und Roland Lohmiller, und als Simon Greul gegen Rainer Schünke nur zwei Treffer anbringen konnte, war bei 22:30 bereits eine Vorentscheidung gefallen.
Ditzingen wechselte seinen Ersatzmann Randolf Essig ein, der anstelle von Anton Kheifets das Duell gegen Lohmiller aufnahm und den Rückstand um zwei Treffer verkürzte. Als die Gefechtszeit von drei Minuten ausliefen, leuchtete 26:32 auf der Anzeige. „Randolf wollte ursprünglich gar nicht fechten, jetzt ist er der einzige, der ein Gefecht gewonnen hat“, sagte Trainer Kovacs später und fügte hinzu: „Wenn man in so einem Mannschaftskampf nur ein einziges Gefecht positiv gestaltet, kann man nicht gewinnen.“
Simon Greul drängte Thomas Niess zwar anschließend in dessen Bahnhälfte, wagte aber letztlich keine eigene Attacke. Stattdessen fing sich der Ditzinger eine Reihe von Konterangriffen ein, wodurch der Heidenheimer zum 28:40 davonzog. Mit diesem komfortablen Vorsprung im Rücken hatte Rainer Schünke kaum noch Mühe, den Kampf gegen Fabian Heuer zum 32:45-Endstand nach Hause zu fechten.
Entsprechende Begeisterung herrschte bei Florian Maunz und Stephan Rein, den erwähnten Schlachtenbummlern, die aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Nationalkader im „Breitensportwettbewerb“ Deutschlandpokal nicht eingesetzt werden dürfen. Stephan Rein, aktuell auf Platz 61 der Weltrangliste und Nummer drei in Deutschland, hatte inzwischen mit dem Handy einen Lieferservice ausfindig gemacht und zwei Pizzas kommen lassen. Da sie mit vollen Backen schlecht jubeln konnten, feierten sie den Achtelfinal-Einzug ihrer Vereinskameraden mit dem Knattern zweier Ratschen.
Unterdessen war HSB-Schlussfechter Rainer Schünke wieder bei Puste und zeigte sich erleichtert über den Achtelfinal-Einzug seiner Mannschaft: „Schon in der letzten Runde beim TV Ingolstadt war es ziemlich knapp. Und auch heute mussten wir in jedem Gefecht bei der Sache bleiben und Treffer für Treffer konzentriert erarbeiten. Wir hatten ziemlichen Respekt, immerhin war Ditzingen schon dreimal Deutschlandpokalsieger.“ Der Weg bis ins Finale ist indes noch weit, das wissen Schünke und Co.: „Da sind noch sehr starke Vereine im Rennen, besonders den PSV Berlin haben wir auf der Rechnung.“ Trotzdem sei es das Ziel, den ersten Deutschlandpokal-Triumph für den Heidenheimer SB zu feiern, der seither gar nicht teilnehmen durfte. Denn bis zur vergangenen Saison galt noch eine Regel, wonach Vereine ausgeschlossen waren, die in den drei Jahren zuvor einen Podestplatz bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften errungen hatten – und da ist der HSB dank seiner Nationalfechter fast immer vorne dabei.

 
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