Fechten 2010: Ditzingen erfolgreich bei nationalen, internationalen und Landeswettbewerben

Ditzingen: Die Fechtabteilung der TSF Ditzingen schaut auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück.  Sportwart Bruno Kachur lächelt verschmitzt: " Fünf deutsche Meisterschaften, dazu die Titel unseres Fechtnachwuchses bei den Württembergischen - das kann sich landesweit wirklich sehen lassen." Wermutstropfen gibt es aber auch, denn während die Nachwuchsarbeit im zurückliegenden Jahr ihre verdienten Früchte trug und die Senioren ihre Chancen nutzten, hinken die Aktiven bei den Erfolgen hinterher.

"Sowohl in der Breite als auch an der Spitze ist die Fechtabteilung der TSF Ditzingen stark aufgestellt," bilanziert Abteilungsleiter Volkhart Weizsäcker zufrieden. An Mitgliedern ist die Fechtabteilung mittlerweile die zweitstärkste des Württembergischen Fechterbundes. Der Trainerstab mit dem Olympiasieger Robert Felisiak sorgt für eine sehr gute Ausbildung der Nachwuchsfechter. In manchen Altersklassen stehen die Ditzinger den Fechtern aus den bekannten Leistungszentren in nichts nach.

Samuel Unterhauser ist dafür das beste Beispiel. Der 13-jährige Degenfechter drückte 2010 den Turnieren der B-Jugend landauf, landab seinen Stempel auf: Erster der Württembergischen Rangliste 2009/2010,  aktuell Ranglisten-Führender der laufenden Saison, dazu Württembergischer Meister und vor allem: Deutscher Meister. Dazu kommen noch ein 4. Platz bei der Mannschafts-DM und ein 3. Platz mit der Mannschaft bei den Württembergischen Meisterschaften in Albstadt - es gibt nicht viel, was man als Fechter mit 13 Jahren besser machen kann. Kein Zweifel:  Samuel Unterhauser ist der junge "Mann des Jahres" der Ditzinger Fechtabteilung. Er beeindruckt mit technischem Können und taktischem Geschick, behält die Nerven und tritt unerschrocken auf die Planche. Nicht nur in den Augen seiner Trainer ein Riesentalent, das bei allen Erfolgen auf dem Boden bleibt und konzentriert an sich arbeitet - denn der nächste Gegner ist bekanntlich der schwerste. 

Samuel Unterhauser ist beileibe nicht der Einzige, der 2010 gute Resultate nach Hause brachte. Mareike Ziegler zum Beispiel wurde bei den Württembergischen Meisterschaften in Heidenheim mit dem Degen bei der A-Jugend und den Juniorinnen jeweils Zweite. Im Mannschaftswettberb wurde sie zusammen mit zwei Fechterinnen aus Friedrichshafen sogar Württembergische Meisterin.  Bianca Greul wurde Württembergische Schüler-Meisterin mit dem Florett - einer Waffe, die bei den TSF-Fechtern erfreulicherweise wieder im Kommen ist. Mit dem Degen holte ihr Bruder Simon Greul holte ebenfalls den Württembergischen Schüler-Titel . Viele weitere Nachwuchsfechter belegten bei Titelkämpfen gute Plätze.

Zu nationalen Ehren kamen 2010 auch wieder die Senioren der Ditzinger Fechtabteilung. Fast schon abonniert auf den Titel ist die Damendegen-Mannschaft, die bei der Deutschen Senioren-Mannschaftsmeisterschaften in Dresden erfolgreich war: Pia Paul, Uschi und Moni Willrett sowie Ersatz-Fechterin Margit Kachur holten sich die Meisterkrone bereits zum vierten Mal. Ebenfalls Deutscher Senioren-Meister wurde die Degenmannschaft der Herren. Igor Borrmann, Laszlo Kovacs, Bruno Kachur und Ersatzmann Bernd Schlottke konnten den Titel zum zweiten Mal nach Ditzingen holen.

Bei der Senioren-DM in Bad-Dürkheim wurde Bruno Kachur (Florett Ü60) Deutscher Meister. Ein Titel, der eine lange und erfolgreiche Saison krönte, denn Kachur führte bei der Senioren-EM als Kapitän auch die Deutsche Florett-Nationalmannschaft zur Silbermedaille und nahm an der Senioren-Weltmeisterschaft in Porec teil.  Uschi Willrett (Degen Ü50) hatte lange auf ihren Deutschen Meistertitel gewartet: 2010 in Bad Dürkheim war es endlich soweit. In der Altersklasse Ü35 wurde Degenfechterin Melanie Auracher auf Anhieb Zweite, Laszlo Kovacs errang bei den Ü40-Herren die Bronzemedaille.

Mit diesen Erfolgen können die Aktiven derzeit nicht mithalten. Zwar schafften es Damen- und Herrenmannschaft im Degen bis ins Finale des Deutschlandpokals. Dort kamen sie aber nicht über Platz sieben bzw. sechs hinaus. Vor allem bei den Herren konnten die Routiniers nicht an frühere Leistungen anknüpfen. Auch bei Deutschen Meisterschaften konnten die Ditzinger Aktiven keine Akzente setzen - hier war der erfolgreichen Vereinsarbeit im Jahr 2010 ganz offensichtlich eine Grenze gesetzt.

Christof Baumann




 

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