Fechten ist seit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 olympische Sportart. Frauen fochten erstmals 1924 bei Olympia,  allerdings nur Florett.

Erst 1985 kamen die ersten Degen-Wettbewerbe für Frauen, 1996 in Atlanta erstmals bei Olympischen Spielen. Das Säbelfechten für Frauen gibt es seit 1999 und war 2004 in Athen erstmals im olympischen Programm. Weil die drei Waffen sich hinsichtlich Aussehen, Gewicht, Reglement und deshalb auch Fechtweise unterscheiden, spezialisieren sich die meisten Fechter auf eine Waffe.

Eines ist jedoch allen drei Disziplinen gemeinsam: Fechten erfordert wie alle Kampfsportarten große körperliche Fitness. Man muss ständig in Bewegung und unter Körperspannung bleiben, um jederzeit in Sekundenbruchteilen auf Aktionen des Gegners zu reagieren und dessen Fehler auszunutzen. Auch an die Konzentration und mentale Stärke stellt Fechten deshalb hohe Ansprüche. Ebenso schult es die Reaktionsfähigkeit und Feinmotorik, weil nur schnelle und zugleich kleine Bewegungen sicheres und exaktes Treffen ermöglichen. Und als Fechter lernt man auch, mit Rückschlägen und Niederlagen umzugehen.

Die TSF Ditzingen bilden ihren Nachwuchs seit einiger Zeit ausschließlich mit dem Degen aus, wenngleich es im Verein auch einige Fechter gibt, die ebenso mit dem Florett oder dem Säbel umzugehen wissen.

Fechten - im Verein am Schönsten. Ob Einzel oder in der Mannschaft, ob Leistungssport oder Freizeitsport. Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und Zusammengehörigkeit gehören dazu und sind der Garant für Spaß und Erfolg.

Rund ums Fechten 2013 Titelbild mini
Rund ums Fechten

Kleine Regelkunde
für Anfänger, Zuschauer und Journalisten

PDF, 2MB

von Steffen-Michael Eigner

Download auf der Webseite des
Württembergischen Fechterbundes

Keineswegs! Das Verletzungsrisiko beim Fechten ist sogar deutlich ­geringer als bei vielen populären Sportarten. Verstauchungen und ähnliche sporttypische Blessuren kommen natürlich mal vor, sind aber weitaus seltener als etwa bei Fußball, Handball oder Basketball. Und erstochen wird man beim Fechten sowieso nicht.
 
Auf der Klingenspitze sitzt ein stumpfer Knopf, und das Textilgewebe einer Fechtjacke, der darunter getragenen Zusatzweste sowie der Hose hält 80 Kilogramm pro Quadrat­zentimeter stand. Das genügt, um eine Klinge selbst dann abzuhalten, wenn sie bei einem kräftigen Stoß brechen sollte. Zudem sind die Klingen so geschmiedet, dass sie nur stumpf brechen können, ohne zu splittern.

Das Institut für Textil- und Verfahrenstechnik in Denkendorf bei Esslingen testet Fechtkleidung, bis es buchstäblich knirscht und kracht. Man lässt dort einen Stahldorn, ungefähr so dick wie ein Streichholz und zudem leicht angespitzt, mit der Wucht von 19 Kilogramm im freien Fall aus 2,60 Metern Höhe auf das straff gespannte Textil treffen. Dabei wird das Gewebe erst durchstoßen, wenn der Test mehrmals auf derselben Stelle wiederholt wird.

Noch weit härteren Prüfungen – Stoßen, Ziehen, Quetschen – müssen die Masken standhalten. Deren Latz hält 160 kg/cm² aus, das Maskengitter sogar 300kg/cm².
Für den Anfang genügen Trainingskleidung und Hallensportschuhe. Waffen und Masken könnt Ihr bei uns kostenlos ausleihen. Damit kann dann mit dem Trainer geübt werden. Einige Zeit lang wird der Anfänger nur mit dem Übungsleiter oder Fechttrainer arbeiten, das gibt Gelegenheit die eigene Ausrüstung schrittweise zu erwerben, wenn man dabei bleiben will. Wenn dann Übungsgefechte absolviert werden, muß dies jedoch mit einer vollständigen Ausrüstung geschehen, d.h. mit Maske und Fechtanzug. Auch die Fechtkleidung könnt Ihr bei uns leihen. Wenn Ihr Euch entscheidet aktiv mit dem Fechten weiterzumachen, helfen Euch erfahrene Fechterinnen und Fechter gerne bei der Auswahl der richtigen Schutzbekleidung.

Zur vollständigen Ausrüstung gehören:
  • Fechtjacke mit Stoßfestigkeit 800 Newton (ca. 80 Kilogramm) pro Quadratzentimeter
  • Unterziehweste mit Stoßfestigkeit 800 Newton (ca. 80 Kilogramm) pro Quadratzentimeter
  • Fechthose mit Stoßfestigkeit 800 Newton (ca. 80 Kilogramm) pro Quadratzentimeter
  • Kniestrümpfe weiß
  • Maske mit Stoßfestigkeit 3000 Newton (ca. 80 Kilogramm) pro Quadratzentimeter
  • Fechthandschuh
  • Waffe
  • Sportschuhe oder Fechtschuhe

Zum turniermäßigen Fechten mit der automatischen Meldeanlage gehören außerdem Körperkabel und beim Florett und Säbel zusätzlich eine Brokatweste, die die gültige Treffläche bedeckt. Beim Säbel müssen auch die Maske und der Handschuh mit elektrisch leitenden Material bedeckt sein.
Fechten ist sicherlich nicht die billigste Sportart, die Ausrüstung ist jedoch nicht teurer als die für viele andere populäre Sportarten: Alpiner Skisport, Biken oder Surfen sind wesentlich teurer. Der Fechtanzug ist ungefähr so teuer wie Laufschuhe mit Laufkleidung oder eine komplette Skateausrüstung.
Das Florett
Das Florett ist eine reine Stoßwaffe Die gültige Treffläche ist der Rumpf,ohne Arme, Kopf oder Beine.Die gültige Treffläche ist durch die elektrisch leitende Brokatweste bedeckt, dadurch kann die Meldeanlage automatisch gültige und ungültige Treffer unterscheiden.Das Florett ist maximal 500 g schwer und maximal 110 cm lang. Beim Florett gilt wie beim Säbel das Treffervorrecht: Derjenige, der zuerst angreift, kann einen gültigen Treffer setzen. Der Angegriffene muß den Angriff erst parieren und kann dann einen zählbaren Treffer setzen, die sogenannte Riposte. Wenn beide Fechter gleichzeitig angreifen, kann kein Treffer gegeben werden. Durch das Treffervorrecht und die Tatsache, daß die gültige Trefferfläche schwerer zu erreichen ist, wird mit Florett offensiver und athletischer gefochten als mit dem Degen. Entschlossenheit, Schnelligkeit, Schnellkraft, Kondition und jede Menge Spaß - mit diesen Schlagworten kann man die Faszination Fechten beschreiben. Taktisches Geschick und ein hohes Maß an Spannung kennzeichnen viele Gefechte. Jede Unaufmerksamkeit des Gegners kann genutzt werden um schlagartig anzugreifen oder die eigene Unaufmerksamkeit um angegriffen zu werden.

Der Degen
Der Degen ist eine reine Stoßwaffe. Die gültige Treffläche ist der gesamte Körper inklusive Arme, Beine und Maske. Der Degen ist maximal 770 g schwer und maximal 110 cm lang. Er ist schwerer und etwas steifer als das Florett. Beim Degen zählt im Gegensatz zu Florett und Säbel jeder Treffer. Treffen beide Fechter innerhalb einer zwanzigstel Sekunde, wird ein Doppeltreffer angezeigt und beiden Athleten gutgeschrieben. Oft wird versucht die nächstliegende Treffläche des Gegners, die Hand, zu treffen. Deswegen sind die Bewegungen beim Degenfechten von hoher Präzision gekennzeichnet. Gleichzeitig wird häufig konteroffensiv gefochten, da sich oft die günstigste Gelegenheit zum Stoß bietet, wenn der Gegner seinen Angriff beginnt.

Der Säbel
Der Säbel ist eine Hieb- und Stoßwaffe. In der Praxis werden Treffer meist durch Hiebe gesetzt. Die gültige Trefffläche ist der Oberkörper inklusive Maske und Arme. Die gültige Treffläche ist durch die elektrisch leitende Brokatweste bedeckt, dadurch kann die Meldanlage automatisch gültige und ungültige Treffer unterscheiden. Der Säbel ist maximal 500g schwer und 105 cm lang. Beim Säbel gilt wie beim Florett das Treffervorrecht: Derjenige der zuerst angreift, kann einen gültigen Treffer setzen. Der Angegriffene muß den Angriff erst parieren und kann dann einen zählbaren Treffer setzen, die sogenannte Riposte. Wenn beide Fechter gleichzeitig angreifen, kann kein Treffer gegeben werden. Der Säbel ist die Waffe mit den schnellsten Aktionen und den küzesten Gefechtszeiten.
Keine Termine gefunden
3. Platz

Bruno Kachur


  Florett
Deutsche Senioren-meisterschaften 2018
Bad Dürkheim 6.4.2018
2. Platz

Ronald Shapiro


Degen
Landesmeisterschaften Baden Nord/ Württemberg A-Jugend 2017/2018
Böblingen 17.3.2018
3. Platz

Bruno Kachur


  Degen
Deutsche Senioren-meisterschaften 2017
Bad Dürkheim 21./22.4.2017
1. Platz

Bruno Kachur


Herrendegen-Mannschaft
Senioren-Weltmeisterschaften
Stralsund
3. Platz

Bruno Kachur


Herrenflorett-Mannschaft
Senioren-Weltmeisterschaften
Stralsund
Zum Seitenanfang