Entschlossenheit,Schnelligkeit, Schnellkraft, Kondition und jede Menge Spaß - mit diesen Schlagworten kann man die Faszination Fechten beschreiben. Taktisches Geschick und ein hohes Maß an Spannung kennzeichnen viele Gefechte. Jede Unaufmerksamkeit des Gegners kann genutzt werden um schlagartig anzugreifen - oder die eigene Unaufmerksamkeit um angegriffen zu werden.Fechten ist eine der erfolgreichsten olympischen Sportarten in Deutschland. Die deutschen Fechterinnen und Fechter haben unzählige Medaillen bei Weltmeisterschaften und olympischen Spielen gewonnen und wie bei den Olympischen Spielen von Seoul 1988 Sportgeschichte geschrieben.Fechten - im Verein am Schönsten. Ob Einzel oder in der Mannschaft, ob Leistungssport oder Freizeitsport. Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und Zusammengehörigkeit gehören dazu und sind der Garant für Spaß und Erfolg.

Rund ums Fechten 2013 Titelbild mini
Rund ums Fechten

Kleine Regelkunde
für Anfänger, Zuschauer und Journalisten

PDF, 2MB

von Steffen-Michael Eigner

Nein, Fechten ist nicht gefährlich!

Mehrere sportmedizinische Untersuchungen haben gezeigt, dass Fechten eine Sportart mit äußerst niedrigem Verletzungsrisiko ist. Das Verletzungsrisiko im Fechtsport ist z.B. geringer als im alpinen Skisport, Fußball, Handball, Judo oder Ringen. Allerdings darf natürlich nur mit Maske und Fechtanzug trainiert werden !

Der Laie befürchtet natürlich Verletzungen durch die Waffen selbst. Das ist aber bei Benutzung der vorgeschriebenen Ausrüstung nahezu ausgeschlossen. Natürlich sind die Sportwaffen stumpf. Sie bestehen aus einer speziellen Stahllegierung, dem sogenannten Maraging-Stahl. Durch die Molekül-Struktur dieses Stahls können die Klingen nicht scharfkantig brechen.

Die modernen Fechtanzüge und Masken sind so sicher, dass sie sogar schwere Stöße mit scharfen Waffen zuverlässig aufhalten. Das Textilgewebe von Jacke, Hose und Unterweste muss jeweils eine Stoßfestigkeit 800 Newton pro Quadratzentimeter aufweisen. Das ist so fest, dass man nur mit sehr viel Kraft eine Nähnadel durch das Textilgewebe stechen kann. Das Visiergitter der Maske hält sogar 3000 Newton pro Quadratzentimeter aus. Um einen 1600-Newton-Schutz im Brustbereich zu erreichen, muss man eine Unterweste unter der Jacke tragen. Es gibt zwar bereits ein Textilgewebe, das auch alleine den geforderten 1600 Newton stand hält, aber leider gibt es keine Nähmaschine, die da noch eine Nadel durchbringt.

Trotz dieser beeindruckenden Sicherheit ist ein Fechtanzug genauso leicht und bequem wie ein normaler Trainingsanzug.
Für den Anfang genügen Trainingskleidung und Hallensportschuhe. Waffen und Masken könnt Ihr bei uns kostenlos ausleihen. Damit kann dann mit dem Trainer geübt werden. Einige Zeit lang wird der Anfänger nur mit dem Übungsleiter oder Fechttrainer arbeiten, das gibt Gelegenheit die eigene Ausrüstung schrittweise zu erwerben, wenn man dabei bleiben will. Wenn dann Übungsgefechte absolviert werden, muß dies jedoch mit einer vollständigen Ausrüstung geschehen, d.h. mit Maske und Fechtanzug. Auch die Fechtkleidung könnt Ihr bei uns leihen. Wenn Ihr Euch entscheidet aktiv mit dem Fechten weiterzumachen, helfen Euch erfahrene Fechterinnen und Fechter gerne bei der Auswahl der richtigen Schutzbekleidung.

Zur vollständigen Ausrüstung gehören:
  • Fechtjacke mit Stoßfestigkeit 800 Newton (ca. 80 Kilogramm) pro Quadratzentimeter
  • Unterziehweste mit Stoßfestigkeit 800 Newton (ca. 80 Kilogramm) pro Quadratzentimeter
  • Fechthose mit Stoßfestigkeit 800 Newton (ca. 80 Kilogramm) pro Quadratzentimeter
  • Kniestrümpfe weiß
  • Maske mit Stoßfestigkeit 3000 Newton (ca. 80 Kilogramm) pro Quadratzentimeter
  • Fechthandschuh
  • Waffe
  • Sportschuhe oder Fechtschuhe

Zum turniermäßigen Fechten mit der automatischen Meldeanlage gehören außerdem Körperkabel und beim Florett und Säbel zusätzlich eine Brokatweste, die die gültige Treffläche bedeckt. Beim Säbel müssen auch die Maske und der Handschuh mit elektrisch leitenden Material bedeckt sein.
Fechten ist sicherlich nicht die billigste Sportart, die Ausrüstung ist jedoch nicht teurer als die für viele andere populäre Sportarten: Alpiner Skisport, Biken oder Surfen sind wesentlich teurer. Der Fechtanzug ist ungefähr so teuer wie Laufschuhe mit Laufkleidung oder eine komplette Skateausrüstung.
Das Florett
Das Florett ist eine reine Stoßwaffe Die gültige Treffläche ist der Rumpf,ohne Arme, Kopf oder Beine.Die gültige Treffläche ist durch die elektrisch leitende Brokatweste bedeckt, dadurch kann die Meldeanlage automatisch gültige und ungültige Treffer unterscheiden.Das Florett ist maximal 500 g schwer und maximal 110 cm lang. Beim Florett gilt wie beim Säbel das Treffervorrecht: Derjenige, der zuerst angreift, kann einen gültigen Treffer setzen. Der Angegriffene muß den Angriff erst parieren und kann dann einen zählbaren Treffer setzen, die sogenannte Riposte. Wenn beide Fechter gleichzeitig angreifen, kann kein Treffer gegeben werden. Durch das Treffervorrecht und die Tatsache, daß die gültige Trefferfläche schwerer zu erreichen ist als z.B. der gegnerische Arm, wird mit Florett offensiver und athletischer gefochten als mit dem Degen. Entschlossenheit, Schnelligkeit, Schnellkraft, Kondition und jede Menge Spaß - mit diesen Schlagworten kann man die Faszination Fechten beschreiben. Taktisches Geschick und ein hohes Maß an Spannung kennzeichnen viele Gefechte. Jede Unaufmerksamkeit des Gegners kann genutzt werden um schlagartig anzugreifen oder die eigene Unaufmerksamkeit um angegriffen zu werden.

Der Degen
Der Degen ist eine reine Stoßwaffe. Die gültige Treffläche ist der gesamte Körper inklusive Arme, Beine und Maske. Der Degen ist maximal 770 g schwer und maximal 110 cm lang. Er ist schwerer und etwas steifer als das Florett. Beim Degen zählt im Gegensatz zu Florett und Säbel jeder Treffer. Treffen beide Fechter innerhalb einer zwanzigstel Sekunde, wird ein Doppeltreffer angezeigt und beiden Athleten gutgeschrieben. Oft wird versucht die nächstliegende Treffläche des Gegners, die Hand, zu treffen. Deswegen sind die Bewegungen beim Degenfechten von hoher Präzision gekennzeichnet. Gleichzeitig wird häufig konteroffensiv gefochten, da sich oft die günstigste Gelegenheit zum Stoß bietet, wenn der Gegner seinen Angriff beginnt.

Der Säbel
Der Säbel ist eine Hieb- und Stoßwaffe. In der Praxis werden Treffer meist durch Hiebe gesetzt. Die gültige Trefffläche ist der Oberkörper inklusive Maske und Arme. Die gültige Treffläche ist durch die elektrisch leitende Brokatweste bedeckt, dadurch kann die Meldanlage automatisch gültige und ungültige Treffer unterscheiden. Der Säbel ist maximal 500g schwer und 105 cm lang. Beim Säbel gilt wie beim Florett das Treffervorrecht: Derjenige der zuerst angreift, kann einen gültigen Treffer setzen. Der Angegriffene muß den Angriff erst parieren und kann dann einen zählbaren Treffer setzen, die sogenannte Riposte. Wenn beide Fechter gleichzeitig angreifen, kann kein Treffer gegeben werden. Der Säbel ist die Waffe mit den schnellsten Aktionen und den küzesten Gefechtszeiten.
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1. Platz

Bruno Kachur


Florett
Deutsche Senioren-meisterschaften 2017
Bad Dürkheim 21.4.2017
Erstellt: 26.04.2017
3. Platz

Bruno Kachur


Degen
Deutsche Senioren-meisterschaften 2017
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Bruno Kachur


Herrendegen-Mannschaft
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Herrenflorett-Mannschaft
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Hanna Hauff

Württ. Schüler-Meisterschaften
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