In ungewohnter Umgebung trafen sich am Samstag noch vor 9 Uhr die ersten Fleißigen, um in der dafür aber sehr gut geeigneten Heimerdinger Sporthalle die technischen Voraussetzungen für gelungene Vereinsmeisterschaften zu schaffen. Erstmals wurden unsere Vereinsmeisterschaften nämlich dort ausgetragen. 60 Starter waren in den verschiedenen Altersklassen und Waffen angetreten - deutlich weniger als in den beiden Vorjahren. Da waren es nämlich über 100. Viele haben also den absoluten Höhepunkt versäumt: den Drachenkampf! Doch dazu später. Die Teilnehmer in den einzelnen Wettkämpfen kompensierten die fehlende Quantität aber bei weitem durch Qualität. Besonders im Degen war eine deutliche Steigerung zu verzeichnen.

Bis auf die A-Jugend war am Samstag dann zunächst der Tag der Degen-Wettbewerbe. Die B-Jugend legte um halb 11 los, gefolgt von den Schülern. Durch die nach Jahrgängen und Geschlechtern getrennte Wertung konnte sich eine Reihe von jungen Fechtern über einen Pokal für den ersten Platz freuen. Aber auch die nächstplatzierten Stupfer waren mit zufriedenen Gesichtern auf dem Podium zu finden oder hielten zumindest stolz eine Urkunde in ihren Händen.

Um 14 Uhr kam dann der Wettbewerb dran, der bei offener Teilnahme wohl für einen Startrekord gesorgt hätte. So aber war es den Anfängern, die noch kein Fechtturnier mitfechten konnten, vorbehalten, beim Drachenkampf mitzumachen. Aufgrund ihrer Größe durfte dabei ausnahmsweise und außer Konkurrenz auch Katrin mitmachen, die ansonsten die Fechtbahnen schon länger unsicher macht. Es galt fünf Disziplinen, die fechterisches Können verlangen, zu bewältigen: Zuerst den fallenden Handschuh an die Wand nageln, dann Beinarbeit gleichermaßen schnell, schön und mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen zu zeigen, viel Grips beim Aufschreiben all der Dinge zu beweisen, die man für's Fechten braucht, schließlich mit der Waffe möglichst viele der 10 Kegel umzustoßen und dann natürlich zum krönenden Abschluss den Berg-und-Tal-Parcours mit Drachentöten schnellstmöglich zu bestehen. Spaß machte alles, aber den diesmal durch Waffenschmiedin Eva Noel mit einer täuschend echten Drachenmaske ausgestatteten Drachen unter großer akustischer Gegenwehr stilgerecht zu erlegen - das war dann doch ein schönes Highlight im noch jungen Fechterleben. Sieger gab's hier zwar auch, aber der Spaß stand dabei natürlich im Vordergrund.

Man sollte meinen, dass das auch für den anschließenden Aktiven-Wettbewerb galt. Doch wer unsere Vereinsmeisterschaften kennt, weiß, dass hier sportlicher Krieg herrscht und nur mit heruntergeklapptem Visier und die Hand am Griff der Waffe miteinander gesprochen wird! Schließlich war die Frage „Wer ist der Herr oder die Frau im eigenen Hause?“ schon immer heiß umkämpft. Eine zumindest heimliche Hackordnung muss wohl in einem Kampfsport sein. Innerfamiliäre Duelle, Gefechte mit dem Angstgegner, Setzrunden mit Außenseitersiegen, knappe Direktausscheidungsgefechte - hier war, wie so oft, alles geboten. So wusste Sebastian Stumpf, dass er mit seinem Vorrundensieg gegen Steffen Eigner, der wiederum gegen Bruno Kachur gewann, ja eigentlich viel besser ist als Bruno - der spätere Vereinsmeister! Und in der 16er-Direktausscheidung hieß es schon mal Vater Bühner gegen Sohn Bühner. Oder auch für Bruno durch wiederum eine Niederlage gegen Steffen: ab in den Hoffnungslauf! Im Kampf Holger Bühner gegen Henning Busse: hitzige Diskussionen um die Zeitnahme (Bestandsaufnahme: keine Verletzten). Dann im 8er-Finale die Neuauflage vom Kampf um den Einzug ins Finale: Klaus Schäfer (Nr. 1 der Setzliste) gegen Simon Greul (Nr. 8) - mit dem knappen, aber verdienten besseren Ende für den kräftig aufstrebenden Jungspund (und der heißt nicht Klausi)! Toll, dass mit Mareike Ziegler und Simon zwei Jüngere im Halbfinale waren und ganz vorn mitgemischt haben. Für dieses Mal blieb es dann aber doch noch beim Finalgefecht Bruno gegen Bernd Früh, der mit einer 14:13-Führung schon am Titel schnupperte, ihn dann aber doch noch Bruno lassen musste.

Am Sonntag war dann Florett-Tag, nur unterbrochen vom A-Jugend-Degen-Wettbewerb. Wieder folgten die fleißigen Schüler der B-Jugend. Zum Abschluss der beiden Kampftage waren acht Florettler beim Aktiven-Wettbewerb dabei, der aber auch mit frischem Blut namens Bianca Greul, Samuel Bühner und Benni Ropertz aufgefrischt wurde. Wieder kam Bruno ins Finale, hatte dort aber diesmal bei einigen knappen Treffern kein Glück und durfte Klaus zum Florett-Vereinsmeister gratulieren.

Zum Schluss bedanken sich alle Fechter und deren Begleiter beim Küchenteam, angeführt von Margit Kachur, das die für's Selberkämpfen und für's Zuschauen benötigten Kräfte mit Hilfe von Fleischkäsbrötchen und Getränken gewährleistete. Großen Dank auch an die Chef-Organisatorin Eva Noel, die für alles die Oberverantwortung hatte und trotzdem Zeit fand, selbst den Degen zu schwingen.

Wie die neue Vereinshackordnung 2013 im Einzelnen aussieht, zeigen die nachfolgenden Tabellen.

Ergebnisse


Klaus Schäfer / Dr. Volkhart Weizsäcker

 

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3. Platz

Bruno Kachur


  Florett
Deutsche Senioren-meisterschaften 2018
Bad Dürkheim 6.4.2018
2. Platz

Ronald Shapiro


Degen
Landesmeisterschaften Baden Nord/ Württemberg A-Jugend 2017/2018
Böblingen 17.3.2018
3. Platz

Bruno Kachur


  Degen
Deutsche Senioren-meisterschaften 2017
Bad Dürkheim 21./22.4.2017
1. Platz

Bruno Kachur


Herrendegen-Mannschaft
Senioren-Weltmeisterschaften
Stralsund
3. Platz

Bruno Kachur


Herrenflorett-Mannschaft
Senioren-Weltmeisterschaften
Stralsund
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